Gemeinsames Lernen

Rahmenbedingungen
Zurzeit werden 34 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in den Förderschwerpunkten „Lernen“, „Sprache“, „Emotionale und Soziale Entwicklung“ sowie „Geistige Entwicklung“ unterrichtet.


Ausgehend vom ökosystemischen Ansatz (vgl. Bronfenbrenner 1989) wird das Gemeinsame Lernen an der Paul-Gerhardt-Schule nicht so verstanden, dass die Interventionen streng auf die Kinder/Jugendlichen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ausgerichtet werden, während sich der Unterricht insgesamt nicht ändert. Inklusion soll den gesamten Unterricht verbessern und zur Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Schülerinnen und Schüler führen.

Der Unterricht, die individuelle Förderung sowie die Maßnahmen und Interventionen im Schulalltag der Paul-Gerhardt-Schule zielen darauf ab, dass alle Kinder und Jugendlichen im Sinne der von Wygotski beschriebenen „Zone der nächsten Entwicklung“ ihre Kompetenzen in den verschiedenen Entwicklungsbereichen festigen und erweitern (vgl. Oerter/Montada 2002).





Diagnostik

ZuF

Logbuch

  • fortlaufender Prozess des Beobachtens und Förderns
  • angesetzt an Stärken und Fähigkeiten
  • Einsatz diagnostischer Instrumente
  • Ziel- und Fortschrittsgespräch
  • vereinbaren und notieren von Zielen
  • Übersicht von Stärken und Schwächen
  • konkrete Handlungen
  • geheftetes Buch
  • dokumentiert aktuelle Lernziele und -stand
  • Raum für Selbsteinschätzung
  • Feedback der Lehrer
  • Informationsaustausch

Möglichkeiten der Unterstützung für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, können beispielsweise sein:

Durch vielfältige Angebote des sozialen Lernens, die sich über den gesamten Schulalltag erstrecken, erwerben und entwickeln die Schülerinnen und Schüler „Soziale und emotionale Kompetenzen“.
Zu diesen Konsequenzen zählen unter anderem
  • Wahrnehmung eigener und fremder Gefühle
  • Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit
  • Kooperations- und Konfliktfähigkeit

  • verbindliche Schul- und Klassenregeln
  • mehrtägige Klassenfahrten in Jahrgangsstufe 5,7 und 9
  • Klassenzeit (1 Schulstunde in der Woche)
  • Verstärkersysteme
  • Trainingsraumkonzept (Raum für verantwortliches Denken)
  • Praktikum Verantwortung in der Jahrgangsstufe 8
  • Trainingsstunden (Bsp.: Klasse 9 -> sozial angemessene Umgangs formen)


Auf eine wertschätzende, annehmende und respektvolle Lernatmosphäre und dem sich hieraus ergebenden positiven Lernklima wird an der Paul-Gerhardt-Schule viel Wert gelegt.



1. mit den Eltern und Erziehungsberechtigten 2. mit den abgebenden Grundschulen
3. mit anderen Schulen






Im Verlauf der Schulzeit und im Rahmen der Berufsorientierung wird angestrebt, die Jugendlichen nachhaltig in ihrer Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu unterstützen. Dazu werden entsprechend der Entwicklungsfortschritte sukzessive die schulischen Hilfestrukturen, wie zum Beispiel das Verstärkersystem oder die Durchführung des Klassenrates abgebaut. Zudem wird jede Schülerin und jeder Schüler, je nach Bedarf, individuell in seinem Verselbständigungsprozess begleitet.