KAoA an der PGS

Kein Abschluss ohne Anschluss in NRW
Die Paul-Gerhardt-Schule nimmt seit 2015 mit verschiedenen Modulen am Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) des Landes Nordrhein-Westfalen teil.
Potenzialanalyse
Um Schülerinnen und Schüler beim Übergang von der Schule in den Beruf bzw. in die Ausbildung bestmöglich zu unterstützen, ist es wichtig, an den individuellen und vielfältigen Lernausgangslagen der Schülerinnen und Schüler anzusetzen. Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 nehmen im Rahmen des Landes- programms KAoA an einer eintägigen ‚ Potenzialanalyse‘ bei einem Bildungsträger teil. Dabei werden Stärken, persönliche Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten mittels Fremd- und Selbsteinschätzung überprüft und ausgewertet. Die Ergebnisse der Potenzialanalyse werden in einem Auswertungsbogen festgehalten. In einem Auswertungsgespräch erhalten die Schülerinnen und Schüler dann ein ausführliches Feedback zu ihren Testergebnissen, gleichzeitig werden die daraus resultierenden Empfehlungen hinsichtlich eines möglichen Ausbildungsberufes eingehend besprochen. Die Testergebnisse dienen als Grundlage für die nachfolgende Berufsfelderkundung sowie die Einzelberatungsgespräche mit der Berufsberaterin.

Berufsfelderkundung
An die ‚Potenzialanalyse‘ schließt sich eine dreitägige ‚Berufsfelderkundung‘ in drei verschiedenen Berufsfeldern an. Dieses findet entweder in Firmen und Unternehmen der Region oder in Werkstätten von Bildungsträgern statt. Die Ergebnisse der ‚Potentialanalyse‘ sowie der ‚Berufsfelderkundung‘ dienen der weiteren zielgerichteten Berufsberatung.

Langzeitpraktikum
Die Paul-Gerhardt-Schule hat mit Beginn des Schuljahres 2015-2016 im Rahmen von KAoA zwei Klassen ‚Langzeitpraktikum‘ eingerichtet. Die Klasse ‚Langzeitpraktikum 9‘ knüpft an das frühere Landesprogramm „Betrieb und Schule“ (BUS) an. Es wendet sich an Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förder- und Unterstützungsbedarf. Die Jugendlichen erhalten im Rahmen des „Langzeitpraktikums“ an drei Tagen in der Woche Unterricht in der Schule und absolvieren an den beiden anderen Tagen der Woche ein Jahres-praktikum in einem Ausbildungsbetrieb. Ziel dieses Jahrespraktikums ist es, den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich über einen langen Zeitraum hinweg durch ihre praktische Arbeit im Betrieb für eine Ausbildung zu empfehlen und durch Arbeitstugenden wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit etc. zu überzeugen. Gleichzeitig erhalten sie bei entsprechenden schulischen Leistungen die Chance, den Hauptschulabschluss (Klasse 9) zu erwerben.
Die Klasse ‚Langzeitpraktikum 10‘ stellt eine besondere Form der Klasse 10A dar. Der Unterricht erfolgt nach den Richtlinien und Rahmenlehrplänen der Jahrgangsstufe 10. Der Unterschied zur herkömmlichen Klasse 10A liegt darin, dass die Schülerinnen und Schüler der Klasse ‚Langzeitpraktikum 10‘ statt eines dreiwöchigen Blockpraktikums während des gesamten Schuljahres an einem Tag in der Woche ein Langzeitpraktikum in einem Ausbildungsbetrieb in Wohnortnähe absolvieren, um Kontakte zu Ausbildungsbetrieben zu knüpfen praktische Erfahrungen in einem ihrem Berufswunsch entsprechenden Ausbildungsberuf zu sammeln sich über ihre praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten, aber auch über Arbeitstugenden wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ausdauer und Durchhalte-vermögen in ihrem Praktikumsbetrieb für eine nachfolgende Ausbildung zu empfehlen.